Aktuelle Meldungen

Verlieren wir das Maß? Mut zur Natur statt Windindustrie im Wald.

 
Am Mittwoch, dem 20.03.2024 um 19:30 Uhr wird der Ökologe, Buchautor und Naturschützer Dr. Michael Altmoos, Leiter des “Nahe der Natur – Mitmach-Museum für Naturschutz“ aus Staudernheim/Nahe, einen Vortrag mit anschließender Diskussion in Otterberg halten. Die interessierte Öffentlichkeit ist recht herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen, welche in der „Alten Abtei“, im Pfarrsaal der Katholischen Kirchengemeinde, Klosterstr. 1 stattfindet. 
Dr. Altmoos wird ökologische Fakten einander fair gegenüberstellen, die für und gegen die Windenergie sprechen – speziell wenn sie in Wäldern gewonnen werden soll. Er wird für maßvolle Lösungen plädieren, welche die ökologischen Zusammenhänge und die Natur im Blick behalten und sich weniger zerstörerisch auf unsere Umwelt auswirken.
 
Die Bürgerinitiative wird zum aktuellen Stand der Windkraftproblematik im Otterberger Wald informieren. u. a. über den Teilflächennutzungsplan Erneuerbare Energien, der demnächst zur Stellungnahme für Bürgerinnen und Bürger öffentlich ausliegt und über den anschließend die Ortsgemeinderäte und der Verbandsgemeinderat zu entscheiden haben.


 

Für einen klimastabilen Wald – Baumpflanzaktion im Otterberger Wald 

150 junge Bäumchen konnten Freunde des Otterberger Waldes am Vormittag des ersten Adventssamstags unter Anleitung des Revierförsters Mathias Golditz im Staatswald nahe des Lanzenbrunner Weihers pflanzen. Dort waren vom Forst in den Vorjahren auf ca. zwei Hektar Fläche vom Borkenkäfer geschädigte 120-jährige Fichten entfernt worden. Auf der inzwischen mit Brombeerhecken, Moos und Farnen bewachsenen Lichtung, auf der nur noch vereinzelt Altbäume stehen geblieben waren, sind inzwischen viele junge Fichten aufgegangen und schon sichtbar gewachsen. Damit dort nicht von selbst wieder eine käferanfällige Fichtenmonokultur  entsteht, wurden gruppenweise Laubbäume dazwischen gepflanzt: Edelkastanien, Roteichen, Bergahorn und Vogelkirschen, letzteres vorwiegend in den lichteren Bereichen am Wegrand. Solche baumarten-gemischten Wälder sind aller Erfahrung nach stabiler und kommen besser mit dem Klimawandel zurecht. Zudem sind sie ökologisch wertvoller.  

An den zu bepflanzenden Stellen waren vom Förster bereits Pflöcke eingesteckt, damit die Teilnehmer der Aktion wussten wo sie die erstaunlich kleinen Setzlinge hinpflanzen sollten. Zum Schutz vor Wildverbiss bekam jedes Bäumchen noch eine lichtdurchlässige Plastikmanschette, die in diesem Fall nicht neu war, sondern wiederverwendet wurde.   


 In späteren Wachstumsphasen werde der Bestand vom Forst immer wieder durchforstet, u.a. würde geschaut, dass die Nadelbäume zurückgedrängt und die Laubbäume gefördert werden, erklärte Golditz. In hundert Jahren seien dann von den gepflanzten 150 Bäumchen vielleicht noch 15 übrig, die sich als besonders geförderte Zukunftsbäume zu großen stattlichen Exemplaren mit Durchmessern bis zu 60 cm entwickeln konnten. Wobei die nächsten Sommer darüber entscheiden, ob die Jungpflanzen überhaupt überleben. Die Chancen an dem Standort seien aber vergleichsweise gut, wie an den benachbarten, in Wachstumsgattern gepflanzten Eichen zu sehen sei, meinte Golditz. So erfuhren die Teilnehmer, die größtenteils in der Bürgerinitiative Pro Otterberger Wald organisiert sind, allerhand Wissenswertens über den Waldbau im Zeichen des Klimawandels und selbst Hand anzulegen, war für alle eine gute und schöne Erfahrung. BI-Sprecher Volker Ultes aus Otterberg bedankte sich bei Förster Golditz, der die Aktion ermöglicht hatte. 

Nicht in allen Dingen sind sich die BI und Landesforsten so einig wie in dieser, ganz besonders nicht wenn es sich um Windräder im Wald handelt. Hier steht die BI auf dem Standpunkt, dass man dafür keinesfalls den noch vergleichsweise gesunden Otterberger Wald opfern, sondern eher Flächen im Offenland in Anspruch nehmen soll.

"Ich will Wald- begeisterung bei den Menschen wecken!"

Zweieinhalb spannende Stunden lang konnten die Zuschauer und Zuhörer am Freitagabend 25.2. Gerald Klamer erleben, mit eindrucksvollen Bildern, einem frei vorgetragenen Erlebnisbericht und mit vielen Erklärungen zur naturnahen Waldwirtschaft. 

Wald-begeisterung

Gerald Klamer, der bekannte Wanderförster kommt zum Vortrag nach Otterberg. Lasst Euch begeistern!
Freitag, den 25. Februar 2022. Stadthalle, 18 Uhr
Einlass ab 17:30 Uhr, nach den am Tag gültigen Corona-Regeln
 







Aller Voraussicht nach ist 2G+ einzuhalten. D. h. Ungeimpften muss der Zutritt verwehrt werden. Zweimal Geimpfte brauchen zusätzlich einen aktuellen Test. Geboosterte kommen ohne Test rein. Bitte haltet Euren  Impfnachweis und Personalausweis bereit. 



zum Projekt von Gerald Klamer:
https://waldbegeisterung.de 

Kranich-

durchzug

bei Mehlbach/Schneckenhausen am 5.2.2022 gegen 13 Uhr, ca. 200 Tiere. Was ist, wenn die 245 m hohen Gaia-Windräder im Pfalzwald stehen?
Video mit o-Ton auf unserer facebook-Seite

Wald-

begeisterung

Freitag den 25. Februar 2022, 18 Uhr in der Stadthalle Otterberg

Gerald Klamer, der bekannte Wanderförster, kommt auf Einladung der BI Pro Otterberger Wald  zum Vortrag nach Otterberg! 

In vielen Medien wurde fortlaufend über ihn berichtet. Denn Klamer marschierte im letzten Jahr 6000 km zu Fuß durch Deutschlands Wälder, ohne Zelt, ohne Gaskocher, nur mit Rucksack, Isomatte und Schlafsack. 

Er wollte sehen, wie geht es dem deutschen Wald wirklich? Seine versierten Beobachtungen und Beurteilungen teilte er fast täglich in einem Internetblog mit. Er versteht es Begeisterung, Wald-Begeisterung zu vermitteln. Das wird er auch in seinem Vortrag tun.   
Er wird wunderschöne Bilder zeigen, aber auch katastrophale. 
Einen Trailer zu seinem Vortrag könnt Ihr auf seiner Website anschauen. 
 

https://waldbegeisterung.de  


Zugang zur Veranstaltung unter Beachtung der am Tage geltenden Corona-Regeln. 

Wiederaufforstung im Otterberger Wald 

LAUBBÄUME BEVORZUGT

 Fotoaufnahmen aus dem Otterberger Wald

11.01.2022. Im Forstrevier Grafenthal wurden den letzten Wochen Einzelflächen, welche  dem Borkenkäfer zu Opfer gefallen waren, neu aufgeforstet. So wurden rund 2000 Laubholzpflanzen, teilweise einzeln,  teilweise in "Klumpen", d. h. in Gruppen, gesetzt. Hauptsächlich wurden Eichen gepflanzt, aber auch Bergahorn, Hainbuchen, Vogelkirschen und Erlen –  je nach kleinstandörtlichen Verhältnissen. 
Das Ziel ist, dass der dort aufwachsende Waldbestand einen nennenswerten Laubholzanteil erhält, da ohne künstliche Beimischung oft wieder nur reine Fichte kommen würde. Ohne Schutz gegen Rehe würden die Pflanzen allerdings nicht hochkommen. Daher wurden die Neuanpflanzungen gegen Wildverbiss geschützt: Die größeren "Klumpen" (meist Eichen) mit Hordengattern, die Einzelpflanzen mit Einzelschutzelementen aus Holz. Letztere sollen die bisherigen Kunststoffhüllen ersetzen. Landesforsten will künftig Kunststoff im Wald vermeiden und probiert daher verstärkt diese (teureren) Naturprodukte aus, die dann auch nicht mehr abgebaut werden müssen, sondern verrotten. Revierleiter Mathias Golditz will in den nächsten Jahren in großem Stil Nadelholzreinbestände mit Buchen unterpflanzen, um zukünftigen Mischwald zu erzielen. 


Lebensraum Totholz

 

Fotoaufnahme aus dem Otterberger Wald 

 

11.01.2022. Totholz hat eine wichtige Funktion für das Waldökosystem.  Während die Totholzmengen in Naturwäldern bis zu 40 % des Gesamtholzvorrates erreichen können, sind heutzutage in europäischen Wirtschaftswäldern im Durchschnitt < 5 % Totholz vorhanden. Nicht nur lebende Bäume, sondern auch Totholz speichert CO2. Totholz ist Lebensraum für viele Pflanzen- und  Tierarten, diese reichen von Pilzen über Flechten und Moose, Wirbellose und Vögel bis zu Säugetieren. Für die Erfüllung der Habitatfunktion ist Totholz nicht nur in ausreichender Menge sondern auch in ausreichender Verteilung über verschiedene Zersetzungsstadien hinweg erforderlich. 

Kahl rasiert

Fotoaufnahme aus dem Otterberger Wald


08.01.2022. Hier hat Landesforsten ganze Arbeit geleistet! Die asphaltierte Zufahrt in den Otterberger Wald von der L387 (sogenannter "Betonweg")  wurde mal flugs von 3 Metern auf 6,50 Meter verbreitert. Alles muss ja seine Ordnung haben, schließlich handelt es sich ja um "Wirtschaftswald". Wurmfarn, Wasserdost, Fingerhut und vieles andere: rechts und links einfach alles weg! Auch in den Weg wachsende Bäume sind übel angeschreddert. Ein Vorgeschmack auf das was uns erwartet, wenn die Windräder kommen. Dies ist nämlich der Hauptzufahrtsweg. 
Wenigstens werden solche krassen Wegeunterhaltungsmaßnahmen im Winter durchgeführt. Laut Auskunft beim Forstamt Otterberg ist dies alle paar Jahre nötig, um den Bewuchs an den Seiten zurückzudrängen und die Seitenprofile anzuschrägen, damit das Wasser vom Fahrweg weg nach außen versickert. Ansonsten würden die Wege allmählich aufweichen und im Zusammenhang mit der Befahrung immer schlechter werden. 


Vorher-Bild

Fotoaufnahme aus dem Otterberger Wald 

08.01.2022. So sah es am sogenannten "Betonweg" noch im Sommer 2020 aus. 

30.12.2021 

Augen auf beim Waldspaziergang im Winter! Wo sind die Horste von Rotmilan und Bussard?